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Justitia - die Gerechte
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Justitia (Gerechtigkeit) ist eine der vier Kardinaltugenden. Die
anderen drei sind Temperantia (Mäßigkeit), Fortitudo (Stärke)
und Prudentia (Klugheit). Diese vier Tugenden gehen auf die
Politeia Platons zurück und standen im Christentum den drei
geistlichen Tugenden Fides (Glaube), Caritas (Liebe) und Spes
(Hoffnung) zur Seite.
Im Mittelalter setzte sich die Darstellung der Justitia als Symbol
des Rechtswesens und der Verwaltung mit einem Schwert und
einer Waage durch.
Seitens der Kirche wurde der Erzengel Michael als christliches
Symbol der Gerechtigkeit angesehen und entsprechend mit den
Symbolen der Gerechtigkeit dargestellt. Erst die Renaissance und
beginnende Aufklärung führten endgültig zur Annahme der
Justitia als Verkörperung der Gerechtigkeit und der Justiz.
Ende des 15. Jahrhunderts war die Augenbinde noch als Spott
für die Blindheit der Justitia gemeint. Erst im 16. Jahrhundert
erhält sie die Bedeutung der Unparteilichkeit.
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